Die Eroberung der Welt
- frieder236
- 15. Okt. 2022
- 1 Min. Lesezeit
Schon 1871 vermutete Charles Darwin, dass der Mensch in Afrika entstand, aber es sollte fast 100 Jahre dauern, bis sich diese Theorie unter Wissenschaftlern durchsetzte. Heute sind sich Forscher einig, dass die Menschwerdung in Afrika erfolgte. Vor 2 Millionen Jahren verließ dann Homo erectus (also der aufrechte Mensch) als erster Afrika und siedelte in ganz Eurasien. Noch immer streiten Experten darüber was dann geschah. Es gibt zwei Theorien.
1. Die Out of Africa Theorie, behauptet, dass sich Homo erectus lokal zu Nachfolgerarten weiterentwickelte. In Europa und dem mittleren Osten zum Neandertaler und in Asien zu Denisova-Menschen und dem Hobbit (H. floresiensis). In Afrika entstand dagegen der anatomisch moderne Mensch (H. sapiens) der dann vor 50.000 bis 60.000 Jahren in einer zweiten Wanderwelle erneut Eurasien und später die ganze Welt besiedelte und dabei die lokalen Menschenarten verdrängte.
2. Die Multiregionale Theorie geht davon aus, dass die modernen Menschen mehrfach in verschiedenen Regionen aus den lokalen Menschenarten entstanden. Erst viel später hätten sich die verschiedenen Formen des modernen Menschen gemischt.
Auch weil genetische Befunde die Out of Afrika Theorie bestätigen, favorisieren die meisten Wissenschaftler diese Abstammungslehre. Die Multiregionale Theorie wird immer wieder für rassistische Narrative missbraucht. Seit einigen Jahren wissen wir aber auch, dass sich die lokalen, Menschenformen (bis auf den Hobbit) mit dem einwandernden modernen Menschen und untereinander gemischt haben und ihre Gene in unserem Erbgut zu finden sind.
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