Die Große Traurigkeit
- frieder236
- 13. Jan. 2023
- 1 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 3. Feb. 2023
Neandertaler lebten während der Eiszeit, um zu überleben passten sie sich nicht nur körperlich an die langen, harten Winter an. Während der dunklen Jahreszeit konnten sie ihre Höhlen wegen Schnee und Kälte oft nicht verlassen um nach Nahrung zu suchen oder zu jagen. Stattdessen mussten sie sich in ihren engen Quartieren von ihren Vorräten ernähren. Um Energie zu sparen und um in den engen Unterkünften keinen Lagerkoller zu bekommen waren sie weniger aktiv und nur schwer zu erregen. Für Frauen war es besonders wichtig ihre Ressourcen zu schonen denn vor allem Schwangere und stillende Mütter brauchten mehr Reserven als der Rest der Gruppe. Die Fähigkeit emotionale Ruhephasen einzulegen war Neandertalern angeboren, also genetisch verankert, da sie ihr Überleben im harten Eiszeit-Klima erleichterte. Im Herbst löste das abnehmende Tageslicht das Stimmungstief aus. Viele moderne Europäer haben die Melancholie-Gene von den Neandertalern geerbt. Heute bezeichnen wir Menschen mit einer Anlage zu langanahaltender Antriebslosigkeit und Traurigkeit als DEPRESSIV. Etwa 5,3 Millionen Menschen in Deutschland haben Depressionen. Frauen leiden an der psychologischen Volkskrankheit doppelt so oft wie Männer. Weit verbreitet sind vorübergehende Stimmungstiefs die als Herbstblues oder Winterdepressionen bekannt sind. Bis zu 3% aller Deutschen leiden an solch saisonal auftretenden Gefühlsstörungen (SAD).
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